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Factor One Aero-Rennrad im Test: Die ultimative Geschwindigkeitsmaschine

Ein tiefer Einblick in das Design und die Performance des Factor One Aero-Rennrads. Von Windkanaltests bis zum Fahrverhalten in der Praxis erkunden wir die ultimative Geschwindigkeitsmaschine, die für die neuen UCI-Regularien gebaut wurde.

Schwarzes Factor One Aero-Rennrad mit markanter, dünner Bandit-Gabel und integriertem Lenker vor grauem Hintergrund

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Einleitung

Das Factor One ist das ultimative Aero-Rennrad, das auf Basis der aktualisierten UCI-Regularien entwickelt wurde. Jedes Detail dieses Fahrrads – vom einzigartigen Bandit-Gabeldesign bis zum integrierten Lenkersystem – wurde akribisch darauf ausgelegt, die schnellste Fahrt bei allen Windbedingungen zu ermöglichen und ist konsequent auf Aerodynamik optimiert.

Performance im Windkanal

Der beeindruckendste Aspekt beim Fahren des Factor One ist seine Performance bei Gegenwind. Die geschwungene Bandit-Gabel schneidet mit extremer Effizienz durch die entgegenkommende Luft, hält den Lenker bemerkenswert stabil und vermittelt das Gefühl, als würde das Rad förmlich nach vorne katapultiert.

Als aerodynamisches Fahrrad sollten Seitenwinde normalerweise ein Problem darstellen, insbesondere in Kombination mit den tiefen 62mm Black Inc Laufrädern. Dank des sorgfältig entwickelten Luftstrommanagements bleibt die Lenkung jedoch absolut stabil und frei von Flattern, selbst bei starkem Seitenwind. Diese Stabilität ist eine angenehme Überraschung und einer der unterhaltsamsten Aspekte bei der Fahrt.

Tatsächlich gilt: Je schneller man fährt, desto besser widersteht die Bandit-Gabel dem Seitenwind. Es ist ein wahrhaft einzigartiges Gefühl. Die auffällige Grafik auf den Black Inc Laufrädern sieht fantastisch aus und harmoniert wunderbar mit dem Rahmen.

Fahrqualität und Komfort

Nachdem ich die Abfahrt von Haugo Gae beendet hatte, hielt ich bei Jigu Hanbakwi, einem lokalen Fahrradgeschäft, das auf Factor spezialisiert ist. Die Mitarbeiter waren begierig darauf, das Rad auszuprobieren, und ich ließ sie gerne eine Runde damit drehen.

Nach einer kurzen Testfahrt kamen wir alle zum gleichen Schluss: Die Fahrqualität dieses Rades ist absolut außergewöhnlich. Der Sitzrohrwinkel ist steiler als bei den meisten Rädern, was mich eine harte Fahrt erwarten ließ, aber die Gewichtsverteilung und die Nachgiebigkeit des Carbon-Layups erzeugen eine perfekte Harmonie. Dieser Komfort wird sogar mit 28c Clincher-Reifen erreicht, statt mit Tubeless-Systemen.

Um zu verstehen, wie sich die Rahmensteifigkeit im Vergleich zu anderen Top-Rädern schlägt, muss man nur den massiven Tretlagerbereich betrachten. Er besitzt das einzigartige, solide Gefühl einer Weltklasse-Maschine und bietet eine perfekte Mischung aus Kraftübertragung, Reaktionsfreudigkeit und Komfort.

Handling-Eigenschaften

Das Handling ist ein weiterer Punkt, bei dem wir uns alle einig waren. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rädern ist das Lenkgefühl des Factor One beim Klettern im Wiegetritt oder beim Sprinten recht einzigartig.

Wenn man mit dem Rhythmus und der Körperposition eines traditionellen Rennrads fährt, fühlt es sich bei niedrigeren Geschwindigkeiten vielleicht etwas ungewohnt an. Doch mit zunehmenden Kilometern begann ich zu verstehen, wie das Rad gefahren werden wollte, und passte mich schließlich an.

Sobald die Geschwindigkeit 30 km/h übersteigt, beruhigt sich das Handling und das Rad beginnt mühelos nach vorne zu gleiten. Es fühlt sich wahrlich wie der Gipfel der aerodynamischen Rennräder an.

Abfahrt und Bremsleistung

Angesichts der aktuellen Windbedingungen, des Geländes und meines eigenen Fitnesszustands fuhr ich im Grunde im „Energiesparmodus“. Um die aerodynamische Performance, die erst bei 40 bis 50 km/h richtig glänzt, voll zu entfesseln, blieb mir nichts anderes übrig, als eine Abfahrt anzusteuern. Deshalb wählte ich Haugo Gae.

Selbst als der Wind auf den flachen und ansteigenden Abschnitten heulte, duckte ich mich, saß fest im Sattel und trat kräftig in die Pedale. Obwohl dieses Rad für Rennen gebaut ist, gibt es keinen Grund, sich bei den Anstiegen zu hetzen.

Da ich selten mit einem Fahrradcomputer fahre, war die Abfahrt im Grunde ein Blindtest. Aufgrund meiner Kameraausrüstung und der Tatsache, dass ich mich noch an das Rad gewöhnte, konnte ich es nicht an seine absoluten Grenzen bringen. Ich musste Geschwindigkeit abbauen und über Bodenwellen springen.

Ausgestattet mit SRAM Red Bremsen ist die Bremskraft beeindruckend; es fühlt sich an, als würden die Beläge fest in die Bremsscheiben beißen, um eine hervorragende Verzögerung zu gewährleisten.

Die Gewichtsverteilung ist leicht frontlastig, daher ist es bei Abfahrten am besten, das Gewicht nach hinten auf den Sattel zu verlagern. Mit zunehmender Geschwindigkeit hält die Gabel die Front felsenfest, was Abfahrten schnell und stabil macht – etwas, das ich sehr zu schätzen wusste. Es fühlte sich an, als hätte ich die volle Kontrolle über die Maschine.

Anpassungen und Fahrgefühl bei einem neuen Rad

Da dies ein brandneuer Aufbau war, hört man beim Springen oder Landen möglicherweise ein Klicken aus dem Steuerrohr. Dies ist kein Defekt; ich habe das bei meinen anderen Rädern auch schon erlebt. Carbon-Räder benötigen oft eine gewisse Einfahrzeit, damit sich Steuerrohr, Gabelschaft, Lager und Vorbau setzen und selbst ausrichten können.

Bei Sprüngen mit hoher Geschwindigkeit bemerkte ich, dass die Zeit in der Luft sichtbar länger ist als bei anderen Rädern. Es hebt wirklich ab. Das Gefühl ist berauschend und macht viel Spaß.

Rahmendesign und Geometrie

Nach Abschluss der Abfahrt machte ich einige Fotos vom Rad bei Jigu Hanbakwi. Man sieht hier ziemlich viele Factor-Rahmen. Das onyxschwarze Factor One, das ich auf der letzten Ausstellung sah, wurde tatsächlich in diesem Laden montiert.

Während der Fahrt sah ich mich kurz in einem Spiegel und war schockiert, wie aggressiv meine Sitzposition aussah. Ich wusste, dass dieses Rad einen langen Reach hat, aber ich hatte nicht erwartet, dass es so extrem ist. Das Fahren in den Hoods bringt einen standardmäßig in eine Aero-Position. Normalerweise ist der Rücken etwas aufrechter, wenn man die Hoods hält, aber dieses Rad ist eindeutig für reine Rennen konzipiert.

Dieser Aufbau verfügt über einen 24-Gang SRAM Red Antrieb, komplett mit zusätzlichen Tasten an den Hoods. Das Schalten mit diesen Tasten fühlt sich an, als säße man in einer Zeitfahrposition. Trotzdem hatte ich keine Rückenschmerzen oder körperlichen Beschwerden. Der Ladenbesitzer erwähnte, dass der Lenker in der niedrigsten Einstellung ist, sodass Fahrer, die mehr Komfort suchen, vielleicht einige Komponenten austauschen möchten. Ich habe jedoch die rohe Geschwindigkeit dieses rennbereiten Setups genossen.

Ein weiteres Merkmal ist die leicht abgesenkte Tretlagerhöhe. Dies ist eine Reaktion auf den modernen Trend, kürzere Kurbeln zu verwenden. Ein Rahmen in Größe Medium würde normalerweise mit 175mm Kurbeln geliefert, aber Factor hat hier 165mm spezifiziert. Um den Schwerpunkt auszugleichen, wurde das Tretlager abgesenkt. Ähnlich wie bei einem Sportwagen führt ein niedrigerer Schwerpunkt zu stabilerem Kurvenverhalten.

Technische Highlights und Design-Innovationen

Factors Ziel bei der Entwicklung dieses Rades war es, das schnellste Rennrad unter den neu gelockerten UCI-Regularien zu schaffen. Das Rahmenset kostet derzeit 8,9 Millionen KRW. Der Rahmen verwendet eine Mischung aus TeXtreme, Toray und japanischen Carbonfasern mit hohem Modul auf Pechbasis. Sie haben bei den Materialien keine Kosten gescheut.

Aber das Beeindruckendste sind nicht nur die Materialien, sondern die Form. Sie haben die Grenzen konventioneller Gabeln überschritten, um den Luftstrom neu zu gestalten.

Von vorne betrachtet ist die Bandit-Gabel so dünn wie ein Finger und schneidet durch die Luft. Diese extreme Schlankheit ist nur durch das Design mit externem Gabelschaft möglich. Wie man sehen kann, ist es darauf ausgelegt, den Wind zu durchschneiden. Gabel und Lenker sind als eine Einheit integriert.

Hier wurde Technologie angewandt, die für modernste Bahnräder entwickelt wurde. Das Washer-Fairing-System an der Front steuert die Reifenverwirbelungen und bietet unglaubliche Stabilität sowie aerodynamische Vorteile bei Seitenwinden von über 15 Grad.

Normalerweise verursacht der schmale Raum zwischen Gabel und Rad einen sogenannten Spillover-Widerstand, aber Factor hat diesen Spalt verbreitert, um einen gleichmäßigen Luftstrom zu gewährleisten und den Widerstand zu minimieren.

Dieses aerodynamische Design fließt nahtlos zum Heck des Rahmens. Folglich wirkt die Gabel fast wie ein Segel auf einem Boot. Sie leitet Gegenwind schnell ab und gewinnt bei Seitenwind sogar an Geschwindigkeit.

Der größte Vorteil ist die unglaubliche Stabilität, selbst bei starkem Seitenwind. Um ehrlich zu sein, das Beste ist einfach, wie cool dieses Rad aussieht.

Fazit

Das Factor One repräsentiert den Gipfel des aerodynamischen Rennraddesigns. Es glänzt nicht nur im Windkanal, sondern beweist seinen Wert auch im realen Fahrbetrieb. Ob Stabilität bei Gegenwind, Kontrolle bei Seitenwind oder Vertrauen bei Abfahrten – dieses Rad liefert eine Maschine, die wirklich für Geschwindigkeit gebaut wurde. Für Fahrer, die das Ultimative an aerodynamischer Performance und ein rennbereites Erlebnis suchen, ist das Factor One eine Überlegung wert.

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Weiterführende Literatur

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