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Montane Phase Nano im Test: Eine leichte Regenjacke, die mehr kann als nur Laufen
Die Phase Nano kombiniert die Atmungsaktivität von Gore-Tex Active mit echtem Wetterschutz in einem 250g leichten Paket. Eine praktische Wahl für schnelle Outdoor-Aktivitäten, nicht nur für den Berglauf.
Einleitung
Die Montane Phase Nano ist eine dreilagige Gore-Tex Regenjacke, die in der Herrenversion nur 250g und in der Damenversion 220g wiegt. Sie wurde ursprünglich als Jacke für den Berglauf konzipiert, funktioniert aber genauso gut für alle, die eine zuverlässige, atmungsaktive Regenjacke suchen, die weder im Rucksack aufträgt noch beim Laufen beschwert.
Was sie auszeichnet, ist die Verwendung von Gore-Tex Active, der atmungsaktivsten Membran, die Gore-Tex derzeit herstellt. Diese Membran erreicht einen RET-Wert von unter drei, was sie außergewöhnlich atmungsaktiv macht, während sie gleichzeitig eine Wassersäule von 28.000 mm bietet. Die meisten leichten Laufjacken gehen bei einer dieser Eigenschaften Kompromisse ein, um das Gewicht niedrig zu halten. Die Phase Nano tut dies nicht.
Für wen ist diese Jacke geeignet
Diese Jacke eignet sich für Läufer, Bergläufer und Wanderer, die Wert auf Schnelligkeit und ein kleines Packmaß legen, ohne beim Wetterschutz Abstriche zu machen. Die Designphilosophie ist simpel: Man soll sie lieber anbehalten, anstatt sie wegzupacken, da das Tragegefühl komfortabler ist als bei den meisten Alternativen.

Die Phase Nano wird nicht als Bergsteigerjacke oder für schwere Rucksäcke vermarktet. Wer regelmäßig einen schweren Rucksack bei Dauerregen trägt, sollte vielleicht eine robustere Option in Betracht ziehen. Für alles andere – schnelles Bewegen in den Bergen, Tageswanderungen bei wechselhaftem Wetter oder Trailrunning bei Nässe – liefert diese Jacke echte Performance.
Gore-Tex Active Membran und Wetterschutz
Der Hauptvorteil dieser Jacke ist Gore-Tex Active. Die meisten wasserdichten Laufjacken verwenden günstigere Membranen, die entweder bei der Atmungsaktivität oder beim Wetterschutz sparen, um die Kosten zu senken. Gore-Tex Active macht beides nicht.

Der RET-Wert von unter drei gehört zu den atmungsaktivsten auf dem Markt. In der Praxis bedeutet das, dass Wasserdampf schnell entweicht, sodass sich die Jacke auch bei anhaltender Anstrengung nicht klamm oder klebrig anfühlt. Die Wassersäule von 28.000 mm ist so wasserdicht, wie es bei Konsumentenjacken nur geht. Hier tauscht man nicht Wetterschutz gegen Atmungsaktivität.
Der Kompromiss liegt in der Langlebigkeit. Gore-Tex Active ist weniger robust als schwerere Gore-Tex-Varianten wie Performance oder Pro. Das 13 Denier Außenmaterial ist dünn und hält nicht derselben Beanspruchung stand wie eine 80 Denier Bergsteigerjacke. Für eine Jacke, die getragen, klein verpackt und bei schnellen Bewegungen genutzt werden soll, ist dies eine vernünftige Wahl. Für eine Jacke, die regelmäßig durch Fels und Gestrüpp gezogen wird, ist dies eine Einschränkung, die man kennen sollte.
Design und praktische Funktionen
Die Jacke hält die Ausstattung simpel. Eingrifftaschen, eine Kapuze, elastische Bündchen ohne Klettverschluss und ein Saum mit Kordelzügen. Nichts Unnötiges, nichts fehlt.

Die Kapuze ist effektiv, ohne aufzutragen. Drei Kordelzüge ermöglichen eine sichere Anpassung, und der verstärkte Schirm hält bei starkem Regen und Wind das Wasser aus dem Gesicht. Die elastischen Bündchen gleiten problemlos über dünne Laufhandschuhe und bleiben nirgends hängen. Der Saum ist vorne kurz geschnitten, um volle Beinfreiheit zu ermöglichen, reicht hinten aber weiter, um den unteren Rücken und das Gesäß zu bedecken.
Mit 250g lässt sich die Jacke zu einem sehr kleinen Bündel zusammenrollen. Sie passt in eine Bauchtasche oder in die Ecke eines Rucksacks, ohne nennenswerten Platz zu beanspruchen. Dieses Packmaß sorgt dafür, dass man sie eher mitnimmt, was genau der Sinn der Sache ist.
Komfort und Tragegefühl
Das Innenmaterial der Jacke ist bemerkenswert weich und leicht. Direkt auf der Haut fühlt es sich angenehm an, nicht klebrig oder feucht. Das ist wichtig, da sich die meisten leichten Laufregenjacken direkt über einem Baselayer unangenehm anfühlen, besonders an warmen oder schwülen Tagen. Die Phase Nano vermeidet dieses Problem.

Der Schnitt ist auf Bewegung ausgelegt. Er ist vorne kurz genug, um beim Laufen hohe Kniebewegungen zu ermöglichen, aber hinten lang genug, um Gesäß und unteren Rücken zu schützen. Die Passform ist körpernah, ohne einzuengen.
Da die Jacke so atmungsaktiv und komfortabel ist, wird man sie wahrscheinlich länger tragen als eine herkömmliche Laufregenjacke. Bei einer typischen leichten Shell zieht man diese oft aus, sobald der Regen aufhört, weil das klamme Gefühl unerträglich wird. Bei der Phase Nano lässt man sie einfach an. Das verändert die Nutzung der Jacke und macht sie bei wechselhaftem Wetter deutlich praktischer.
Die Jacke hat starke Empfehlungen erhalten. Sie wurde 2023 im Trail Magazine als beste Laufregenjacke ausgezeichnet und erfahrene Bergläufer loben sie als Top-Wahl.
Fazit
Die Montane Phase Nano ist eine hervorragend umgesetzte leichte Regenjacke, bei der man sich nicht zwischen Atmungsaktivität, Wetterschutz und Packmaß entscheiden muss. Sie ist keine Jacke für anspruchsvolles Bergsteigen oder dauerhafte extreme Beanspruchung, aber für das Laufen, Berglaufen und Wandern bei wechselhaftem Wetter ist sie eine wirklich starke Option.
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