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NexiGo Aurora Pro 4K Laser-Projektor im Test: Großes Kino und Gaming ohne TV-Preise
Der Aurora Pro bietet 4K-Gaming mit 120Hz, Laser-Helligkeit und ein 100-Zoll-Erlebnis zu einem Bruchteil der Kosten eines herkömmlichen Fernsehers. Ein praxisnaher Blick darauf, was überzeugt, wo Geduld gefragt ist und für wen sich das Gerät eignet.
Einleitung
Ein 100-Zoll-Fernseher kostet oft 10.000 bis 15.000 Euro oder mehr. Der NexiGo Aurora Pro ist ein 4K-Laser-Ultra-Kurzdistanz-Projektor, der ein vergleichbares Seherlebnis zu einem deutlich niedrigeren Preis bietet, insbesondere in Kombination mit einer passenden Leinwand. Dieser Test beleuchtet die Stärken des Aurora Pro, wo er etwas Geduld erfordert und ob der Ansatz aus Projektor und Leinwand für Ihren Raum sinnvoll ist.
Design und Verarbeitungsqualität
Das markanteste Merkmal des Aurora Pro ist sein Kurzdistanz-Objektivdesign. Im Gegensatz zu herkömmlichen Projektoren, die an Decken oder in Regalen weit entfernt von der Leinwand montiert werden, steht dieser Projektor direkt unter der Anzeige und projiziert in einem steilen Winkel nach oben. Diese Platzierung löst ein praktisches Problem: Das nach vorne gerichtete Lautsprechergitter des Projektors zeigt tatsächlich zum Zuschauer und nicht davon weg.
Der Projektor beherbergt zwei 15-Watt-Tieftöner und zwei 15-Watt-Hochtöner. Die Klangausgabe ist für gelegentliches Schauen überraschend brauchbar, auch wenn ambitionierte Heimkino-Fans wahrscheinlich eine dedizierte Soundbar oder einen Receiver hinzufügen werden.

Das Kurzdistanz-Objektiv selbst ist das technische Herzstück. Da das Objektiv viel näher an der Leinwand sitzt als bei einem herkömmlichen Projektor, befinden sich verschiedene Teile der Leinwand in sehr unterschiedlichen Abständen zum Objektiv. Um eine gleichmäßige Helligkeit und minimale Verzerrungen über das gesamte Bild zu erreichen, ist ein präzises optisches Design erforderlich. Der Projektor verfügt über Autofokus-Sensoren und unterstützt Trapezkorrekturen zur Ausrichtung.
Die Einrichtung dauerte in dieser Bewertung etwa 30 Minuten, was länger ist als ideal. Die beiliegende Dokumentation könnte von klareren Anweisungen zur optimalen Positionierung der Leinwand in Bezug auf Höhe und Abstand des Projektors profitieren. Sobald das Bild ausgerichtet ist, bleibt es stabil, ohne dass ständige Anpassungen erforderlich sind.
Der Projektor enthält Lüfter, die beim Starten ein wahrnehmbares Geräusch erzeugen, aber weniger störend wirken, sobald Inhalte wiedergegeben werden.
Bildqualität und Helligkeit
Der Aurora Pro verwendet Laser-Lichtquellen anstelle herkömmlicher Lampen, was zwei entscheidende Vorteile bietet: extrem hohen Kontrast und eine gleichbleibende Helligkeit über die gesamte Lebensdauer des Projektors. Der Laser-Ansatz eliminiert das bei herkömmlichen Projektoren übliche ausgewaschene Erscheinungsbild.
Der Projektor unterstützt 4K-Auflösung, Dolby Vision und HDR. Er liefert 2.400 ANSI lumens, was hell genug ist, um in Räumen mit moderatem Umgebungslicht zu funktionieren, obwohl die Leistung in dunkleren Umgebungen deutlich besser ist.

Die mitgelieferte NexiGo Ambient Light Rejecting-Leinwand besteht aus einem grauen Material, das den Kontrast verbessert, indem es das Licht des Projektors direkt zurückwirft und gleichzeitig das Umgebungslicht des Raums abweist. Dieser Kompromiss bedeutet, dass die Betrachtungswinkel schmaler sind als bei einer helleren Leinwand und die Spitzenhelligkeit im Vergleich zu einer weißen Leinwand reduziert ist. Für einen Raum, in dem etwas Umgebungslicht unvermeidlich ist, ist die graue Leinwand jedoch ein praktischer Kompromiss. Die Leinwand kostet etwa 1.000 Euro und ist für Projektionen von 80 bis 150 Zoll ausgelegt.
In einem vollständig abgedunkelten Raum ist die Bildqualität beeindruckend. Die Laser-Helligkeit und die HDR-Unterstützung sorgen für lebendige Farben und tiefe Schwarztöne. In einem Raum mit Studiobeleuchtung, die spätes Nachmittagslicht simuliert, bleibt das Bild sichtbar und nutzbar, obwohl Helligkeit und Kontrast im Vergleich zur Dunkelheit spürbar reduziert sind.
Konnektivität und Gaming-Funktionen
Der Aurora Pro verfügt über drei HDMI 2.1-Anschlüsse, wobei nur der dritte Anschluss die volle HDMI 2.1-Spezifikation einschließlich 4K bei 120Hz unterstützt. Die anderen beiden Anschlüsse unterstützen Standard-HDMI 2.1-Funktionen, jedoch keine hohe Bildwiederholrate bei 4K. Ein HDMI-Anschluss bietet eARC zum Anschluss externer Audiogeräte.

Zusätzliche Konnektivität umfasst zwei USB-Anschlüsse, S/PDIF-Audioausgang, Standard-Audioausgang und Gigabit Ethernet. Der Projektor läuft mit Android 9, einem MediaTek-Prozessor, 3GB RAM und 128GB Speicher, was das direkte Streaming von Inhalten über Wi-Fi 6 ohne externe Geräte ermöglicht. Der Projektor unterstützt Miracast, AirPlay und DLNA für die drahtlose Inhaltsübertragung.
Die Fernbedienung ist bemerkenswert übersichtlich und bietet wesentliche Bedienelemente für Strom, Navigation, Lautstärke und Eingangswahl. Sie vermeidet das häufige Problem von Fernbedienungen, die mit Abkürzungen für Streaming-Dienste überladen sind.
Gaming-Performance und Eingabelatenz
Der Aurora Pro bewirbt eine Eingabelatenz von weniger als 15 Millisekunden im Gaming-Modus, wobei einige Angaben sogar bei 12 Millisekunden liegen. In praktischen Tests mit Xbox- und PC-Spielen fühlte sich die Eingabelatenz reaktionsschnell an und erzeugte bei schnellem Gameplay keine spürbare Verzögerung. Der Unterschied zwischen 12 und 30 Millisekunden Latenz ist geringer als die Totzonen der meisten Gamecontroller, daher ist die Gaming-Performance in der Praxis solide.

Der Projektor unterstützt 4K bei 120Hz, was für Konsolen der nächsten Generation und High-End-PCs wertvoll ist. Die Bewegungsdarstellung bei 120Hz ist spürbar flüssiger als bei 60Hz, wobei die Verbesserung bei Spielen, die für hohe Bildwiederholraten optimiert sind, am deutlichsten ist. Einige Spiele laufen möglicherweise nicht nativ mit 120Hz, was den Nutzen in diesen Fällen einschränkt.
Der Auto Low Latency Mode des Projektors aktiviert sich automatisch, wenn Gaming-Inhalte erkannt werden, und Dolby Vision wird für Spiele unterstützt, was bei Projektoren ungewöhnlich ist.
Praktische Überlegungen
Einrichtung und Ausrichtung erfordern Geduld. Die Position des Projektors in Bezug auf Leinwandhöhe und Abstand muss sorgfältig geplant werden, und Trapezkorrekturen sind notwendig, um ein korrekt ausgerichtetes Bild zu erhalten. Dies ist eine einmalige Aufgabe, aber nicht so unkompliziert wie die Montage eines Fernsehers.
Die graue Ambient Light Rejecting-Leinwand reduziert die Betrachtungswinkel im Vergleich zu einer weißen Leinwand. Zuschauer, die weit seitlich sitzen, werden eine verringerte Helligkeit und einen geringeren Kontrast bemerken. Die Betrachtung direkt von vorne ist optimal.
Der Projektor erzielt die beste Leistung in dunklen Umgebungen. Obwohl er in Räumen mit moderatem Umgebungslicht nutzbar ist, verbessern sich Kontrast und Farbsättigung dramatisch, wenn das Umgebungslicht minimiert wird.
Fazit
Der Aurora Pro bietet ein Großbild-Heimkinoerlebnis zu geringeren Kosten als ein vergleichbarer Fernseher. Die 4K-Laser-Helligkeit, die 120Hz-Gaming-Unterstützung und die integrierten Lautsprecher machen ihn zu einer leistungsfähigen All-in-One-Lösung für Zuschauer, die Wert auf Bildschirmgröße legen und den Platz sowie die Geduld für die Einrichtung haben. Das Kurzdistanz-Design ist praktisch für Räume, in denen eine Deckenmontage nicht möglich ist. Der Kompromiss besteht darin, dass die Einrichtung mehr Sorgfalt erfordert als bei einem Fernseher und die Bildqualität von den Lichtverhältnissen im Raum abhängt. Für Zuschauer, die eine 100-Zoll-Leinwand wünschen und die Anforderungen des Projektors erfüllen können, ist der Aurora Pro ein starkes Preis-Leistungs-Angebot.
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