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Sony Xperia 1 VIII im Test: Ein mutiges Comeback mit Mineral-Ästhetik und verbessertem Teleobjektiv

Das Flaggschiff der achten Generation von Sony überzeugt mit einer markanten neuen Designsprache, einem deutlich verbesserten Teleobjektiv und durchdachter KI-gestützter Fotografie. Ein Premium-Gerät, das Sonys Engagement für den Smartphone-Markt unterstreicht.

Sony Xperia 1 VIII Smartphone mit Mineral-Ästhetik-Design auf einer Betonoberfläche

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Einleitung

Das Sony Xperia 1 VIII ist ein klares Statement. Nach Jahren schrittweiser Updates hat das Unternehmen gezielte Änderungen an seinem Flaggschiff-Smartphone vorgenommen, die ein erneuertes Engagement für den Markt signalisieren. Die neue Designsprache im Mineral-Look, ein deutlich verbessertes Teleobjektiv und durchdachte KI-gestützte Fotofunktionen markieren einen Richtungswechsel. Ob diese Änderungen die Premium-Preisgestaltung rechtfertigen, ist die zentrale Frage.

Design und Verarbeitung: Die Mineral-Ästhetik

Die auffälligste Neuerung ist das neue Rückseitendesign, das Sony als Mineral-Ästhetik bezeichnet. Das Kameramodul wurde von der traditionellen vertikalen Anordnung auf eine quadratische Insel in der oberen linken Ecke umgestellt, die durch einen diagonalen Schnitt mit dem Metallrahmen verbunden ist. Diese Designsprache ist von Stein- und Mineraloberflächen inspiriert.

Nahaufnahme der texturierten Rückseite im Mineral-Look mit steinartigem Finish

Besonders bemerkenswert ist die Materialbehandlung. Trotz der Verwendung konventioneller Glas- und Metallkonstruktionen hat Sony eine Beschichtungs- oder Veredelungstechnik angewandt, durch die sich beide Materialien identisch anfühlen und aussehen. Die Oberfläche hat eine körnige, steinartige Textur, die wirklich ungewöhnlich ist. Wenn man mit den Fingern über die Rückseite fährt, sind Glas und Metallrahmen kaum zu unterscheiden, was einen fast monolithischen Eindruck erzeugt. Diese texturierte Oberfläche hat auch praktische Vorteile: Kleine Kratzer und Schrammen sind weit weniger sichtbar als auf einer glatten Glasoberfläche, was das Gerät im Alltag robuster macht.

Die Farbpalette umfasst natürliches Gold, Violett (Iolith), Granatapfelrot und Obsidian-Schwarz. Das Granatapfelrot ist besonders markant und bietet eine geschmackvolle Alternative zu den konventionelleren Optionen.

Kamerasystem: Tele-Upgrade

Die Haupt-, Ultraweitwinkel- und Selfie-Kameras bleiben gegenüber der Vorgängergeneration unverändert. Das sinnvolle Upgrade findet sich beim Teleobjektiv. Sony hat die Auflösung von 12 auf 48 Megapixel erhöht und den Sensor auf einen größeren 1/1,56-Zoll IMX906 aufgerüstet, verglichen mit dem vorherigen 1/3,5-Zoll-Sensor. Die Blende beträgt f/2,8.

Es gibt jedoch einen Kompromiss: Das neue Teleobjektiv ist auf eine feste Brennweite von 70 mm (ca. 2,9-fache Vergrößerung) ohne optischen Zoom beschränkt. Die Vorgängergeneration bot einen internen optischen Zoom. Das neue Objektiv kann durch Sensorausschnitt 140 mm (5,8-fach) erreichen, dies ist jedoch eine digitale Vergrößerung und keine optische.

Detailansicht des Teleobjektivs mit verbessertem Sensor und optischem Design

In der praktischen Erprobung ist das Upgrade sofort spürbar. Tageslichtaufnahmen sind deutlich sauberer und schärfer, mit einem natürlicheren Highlight-Rolloff anstelle der überbelichteten Lichter der Vorgängergeneration. Die Verbesserung spiegelt das wider, was man von einem größeren Sensor und einer höheren Auflösung erwarten würde.

Die Verbesserung bei Nachtaufnahmen ist noch deutlicher. Das Xperia 1 VIII produziert wesentlich sauberere Bilder mit besserer Rauschunterdrückung und überlegener Wiederherstellung der Lichter. Der größere Sensor und die größere Blende verkürzen zudem die im Nachtmodus benötigte Belichtungszeit, was zu weniger Bewegungsunschärfe durch Verwacklungen führt.

Der Makromodus wurde ebenfalls verfeinert. Die minimale Fokusdistanz hat sich von 4 cm auf 15 cm erhöht, dies wird jedoch durch die Möglichkeit ausgeglichen, das Teleobjektiv für Makroaufnahmen zu verwenden, ohne einen speziellen Makromodus zu benötigen. Der Autofokus ist in diesem Modus nun verfügbar, was die Erfassung von Nahaufnahmen erleichtert.

KI-Fotoassistent und Software

Sony hat einen KI-Fotoassistenten in die Kameraoberfläche integriert. Im Gegensatz zu den Ansätzen einiger Wettbewerber ist diese Funktion subtil und unaufdringlich. Die KI analysiert die Szene in Echtzeit und schlägt vier verschiedene Farbprofile basierend auf der Erkennung vor. Man kann diese Vorschläge in der Vorschau sehen und anwenden oder sie komplett ignorieren.

Smartphone mit der Benutzeroberfläche des KI-Fotoassistenten und Vorschlägen für Farbprofile

Die KI wendet zudem automatisch Bokeh an und passt es an, wenn sie ein klares Motiv erkennt, und schlägt gelegentlich verschiedene Brennweiten vor, wobei diese Empfehlungsfunktion in der Praxis selten auftritt. Die Farbprofile selbst basieren auf den bestehenden Creative Look-Presets von Sony, insbesondere den Film- und Instant-Stilen, jedoch mit anpassbaren Parametern anstelle von festen Einstellungen.

Die Implementierung vermeidet das aggressive Marketing von KI-Funktionen, wie man es anderswo sieht. Wenn man diese Vorschläge nicht nutzen möchte, kann man sie problemlos deaktivieren. Die Funktion verbessert das Erlebnis, ohne sich aufzudrängen.

Bei ausgiebigen Tests unter Studiobedingungen zeigte das Gerät keine Hitzewarnungen oder übermäßige Wärmeentwicklung. Ob es der Sommerhitze in Hongkong standhält, bleibt abzuwarten.

Hardware-Optimierungen und Konnektivität

Der Prozessor ist der Snapdragon 8 Elite Gen 5, der die erwartete Leistung und KI-Verbesserungen gegenüber der Vorgängergeneration bietet. Das Lautsprechersystem wurde aufgerüstet; der obere Lautsprecher liefert nun eine lautere Ausgabe und eine bessere Stereobalance, wenn man das Gerät horizontal hält. Die Gesamtlautstärke ist höher und die Basswiedergabe ausgeprägter.

Seitenprofil des Smartphones mit physischen Tasten und eSIM-Steckplatz

Das Gerät unterstützt nun neben dem physischen SIM-Steckplatz auch eSIM und entspricht damit aktuellen Industriestandards. Sony bewahrt weiterhin Funktionen, die selten geworden sind: einen microSD-Kartensteckplatz, einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, eine zweistufige physische Auslösetaste und einen seitlich angebrachten Fingerabdruckscanner.

Das 6,5-Zoll 1080p OLED-Display bleibt bei 120Hz mit einem 21:9 Seitenverhältnis unverändert. Die Akkukapazität beträgt 5000mAh und bietet eine solide, aber unspektakuläre Akkulaufzeit. Das Gerät hält bei typischer Nutzung bequem einen ganzen Tag durch, jedoch keine zwei Tage.

Die Speicheroptionen umfassen 12GB RAM mit 256GB oder 512GB Speicher sowie eine neue 1TB-Variante mit 16GB RAM. Die Software läuft mit Android 16 und einer sauberen Oberfläche, die der von Pixel-Geräten ähnelt. Sony verpflichtet sich zu vier Jahren System-Updates und sechs Jahren Sicherheits-Updates.

Fazit

Das Xperia 1 VIII stellt Sonys ernsthaften Versuch dar, im Premium-Smartphone-Markt relevant zu bleiben. Das Design mit Mineral-Ästhetik ist unverwechselbar, das Tele-Upgrade ist substanziell und der KI-Fotoassistent ist durchdacht implementiert. Diese Änderungen signalisieren, dass Sony beabsichtigt, noch Jahre in diesem Markt zu bleiben.

Der Preis ist jedoch ein wichtiger Faktor. Das 256GB-Modell kostet etwa 12.000 HKD, die 512GB-Variante 12.899 HKD. Das 1TB-Modell liegt bei 15.899 HKD. Damit positioniert sich das Gerät in direkter Konkurrenz zu Flaggschiff-Ultra-Geräten und Foldables chinesischer Hersteller, die zu ähnlichen Preisen aggressivere Funktionsumfänge bieten.

Sonys Engagement für den Markt ist lobenswert und die Richtung stimmt. Für Nutzer, die das raffinierte Design, die zuverlässige Kameraleistung und bewährte Funktionen wie den Kopfhöreranschluss und den SD-Kartenslot schätzen, ist das Xperia 1 VIII eine überzeugende Wahl. Für diejenigen, die maximales Preis-Leistungs-Verhältnis oder modernste Funktionen suchen, könnte die Premium-Preisgestaltung schwer zu rechtfertigen sein.

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Weiterführende Literatur

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