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Bikepacking-Ausrüstungs-Updates 2026: Was sich nach zwei Jahren geändert hat
Ein praxisnahes Update zu Änderungen am Bikepacking-Setup, von neuen Fahrrädern und Gabelhalterungen bis hin zu Lenkertaschen und Dropper Posts, mit ehrlichen Einschätzungen dazu, was funktioniert hat und was nicht.
Einleitung
Zwei Jahre nachdem wir unsere erste Bikepacking-Ausrüstungsliste geteilt haben, haben wir aus echten Touren gelernt und sinnvolle Änderungen vorgenommen. Einige Kernkomponenten sind gleich geblieben, aber unsere Fahrräder, Taschenkonfigurationen und Komponentenauswahl haben sich basierend auf dem, was in der Praxis tatsächlich funktioniert, deutlich weiterentwickelt.
Fahrrad-Änderungen: Von Gravel zu Hardtail
Die größte Veränderung war der Wechsel von reinen Gravel-Bikes hin zu leistungsfähigeren Hardtail-Mountainbikes. Einer von uns nutzt weiterhin ein Panorama Boreal Gravel-Bike, das gut passt und eine Stahlgabel besitzt, die Montagezubehör aufnimmt. Der Bedarf an mehr Geländegängigkeit führte jedoch zum Kauf eines Salsa Timberjack Hardtails.

Das Timberjack ist kleiner als die vorherigen Räder, was ein anhaltendes Problem mit der Passform gelöst hat. Es läuft auf 27,5-Zoll-Laufrädern statt der bevorzugten 29-Zoll-Größe, aber die kleinere Rahmengröße war notwendig, um eine ausreichend niedrige Überstandshöhe zu erreichen. Das Rad fühlt sich verspielt und leicht an, mit einer Federgabel, die raue Straßen und Singletrail-Abschnitte glättet, ohne zu weich zu sein.
Gabelhalterungen und Stauraum für Schlafausrüstung
Da keines der aktuellen Räder über Carbongabeln verfügt, sind herkömmliche Frontgepäckträger keine Option mehr. Die Lösung entwickelte sich von der Verwendung eines einzelnen Packsacks auf dem hinteren Gepäckträger hin zu einem verteilten Ansatz mit Gabeltaschen.

Anfangs wurden Gabelhalterungen mit Tailfin-Federgabelhalterungen in Kombination mit Tailfin-Taschen getestet. Obwohl das System sicher ist und gut funktioniert, versagte ein kleines Gummi-Rückhalteelement trotz des Premium-Preises relativ schnell. Als Alternative bietet Old Man Mountain Axle Pack-Gabelhalterungen an, die für Federgabeln konzipiert sind, kombiniert mit ihren Hemlock-Taschen. Diese Taschen lassen sich einfacher an- und abmontieren als das Tailfin-System, bewegen sich jedoch in unwegsamem Gelände etwas stärker. Der Ansatz von Old Man Mountain hat den zusätzlichen Vorteil, dass ihre Montagehardware auch für andere kleine Taschenhersteller verfügbar ist, was mehr Optionen für zukünftige Upgrades schafft.
Lenkertaschen und Front-Stauraum
Die Unterbringung der Kamera stellte eine Herausforderung dar, nachdem die Swift Industries Paloma Lenkertasche Abnutzungserscheinungen durch intensive Nutzung zeigte. Die Swift Industries Catalyst ist in unwegsamem Gelände sicherer, lässt sich aber nur von vorne öffnen, was den Kamerazugriff bei schnellen Stopps erschwert.
Die Lösung kam von einer niederländischen Firma namens Meret, deren Popcorn-Tasche eine Kamera in voller Größe samt Objektiv mit einfachem Zugriff aufnimmt. Für diejenigen, die diese Tasche nicht beschaffen können, bietet die Oveja Negra Front End Loader Lenkerhalterung in Kombination mit der Oveja Negra Lunch Box hervorragenden Stauraum vorne. Die Front End Loader Halterung nimmt Campingstühle und andere Ausrüstung auf, während die Lunch Box zusätzlichen Stauraum oben bietet, obwohl sie keine internen Fächer hat. Beide Setups halten häufig benötigte Gegenstände während der Fahrt griffbereit.
Hinterer Gepäckträger und Wassertransport
Der Old Man Mountain Divide Gepäckträger hat sich als stabil und zuverlässig für den Wassertransport und zum Schutz vor Spritzwasser erwiesen. Er bietet eine solide Plattform zum Festzurren großer Wasserbehälter und funktioniert gut mit Standard-Packtaschen. Für ein Rad wurde ein leichter Mike-Gepäckträger als Ersatz für eine Sattelstützentasche getestet, aber Fersenkontakt mit kleinen Gabeltaschen, die tief am Träger montiert waren, führte zur Rückkehr zu einem herkömmlichen hinteren Gepäckträger-Setup.

Die Kapazität für den Wassertransport wurde deutlich erhöht, wobei die Setups 6 Liter auf dem hinteren Gepäckträger plus zusätzliche Flaschen am Rahmen unterstützen. Diese Kapazität ist für die Selbstversorgung auf längeren Touren durch trockenes Gelände unerlässlich.
Dropper Posts und Lenker-Setup
Die Verwendung einer Dropper Post beim Bikepacking war dieses Jahr eine neue Erfahrung. Die PNW Coast Dropper Post enthält eine kleine Federung, die beim Überfahren von Unebenheiten während des Anstiegs Dämpfung bietet, ohne beim Treten übermäßig zu wippen. Dieses kleine Maß an Nachgiebigkeit macht einen spürbaren Unterschied beim Komfort in unwegsamem Gelände.
Die SQlab 30x15 Lenker mit 15 Grad Backsweep und leichtem Rise waren für lange Fahrtage komfortabel und halten die Handgelenke in einer neutraleren Position. Die SQlab Innerbarends bieten eine hervorragende alternative Handposition für entspanntes Fahren, während die Hauptgriffe für technische Abfahrten und Anstiege reserviert sind. Die Peak Design Handyhalterung bleibt eine exzellente Wahl für die sichere Befestigung des Smartphones am Lenker.
Antrieb und Reifenwahl
Beide Räder nutzen jetzt Shimano 12-fach-Antriebe mit einem 30-Zahn-Kettenblatt vorne und Kassetten mit großem Übersetzungsbereich. Während der Bereich nützlich ist, unterstreicht die Erfahrung die Vorteile von Nabenschaltungen wie der Rohloff, die das Schalten im Stand und mit einer einzigen Handbewegung ermöglichen. Das Shimano SLX 12-fach-Schaltwerk ist zuverlässig, erfordert aber gelegentlich eine Neujustierung und kann bei Trittbewegungen aus dem Takt geraten.

Die Reifenwahl wurde durch Experimentieren verfeinert. Der Vittoria Mezcal war ein Favorit für sein sicheres Kurvengefühl, geringes Gewicht und schnelles Abrollverhalten. Die Felgenkompatibilität schränkte jedoch die Optionen ein, was zum Teravail Honcho als aktueller Wahl führte. Sobald andere Laufradsätze angeschafft wurden, werden schmalere Reifenbreiten angestrebt, um dem bevorzugten Mezcal in kleineren Größen mit beigen Seitenwänden zu entsprechen.
Zelt und Schlafsystem
Das Zpacks Triplex Zelt wird eher für Backpacking-Touren als für Bikepacking verwendet, da es nicht freistehend ist und auf festem Boden Heringe benötigt. Beim Bikepacking ist das Schlafsystem auf Gabeltaschen und hintere Packtaschen verteilt, was Flexibilität beim Aufbau des Lagers und bei der Anpassung an das Gelände ermöglicht.
Fazit
Zwei Jahre Bikepacking-Erfahrung haben einige ursprüngliche Entscheidungen bestätigt und gleichzeitig Möglichkeiten zur Verfeinerung aufgezeigt. Der Wechsel zu Hardtail-Bikes mit Federgabeln, die Einführung von Gabeltaschen-Systemen und die Integration von Dropper Posts stellen bedeutende Verbesserungen bei Leistungsfähigkeit und Komfort dar. Die Ausrüstungsliste entwickelt sich basierend auf der Nutzung in der Praxis weiter, und diese Updates ergänzen die ursprünglichen Empfehlungen für jeden, der sein eigenes Bikepacking-Setup aufbaut oder verfeinert.
















